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Mythos: Der Kundenstamm sollte immer im Mittelpunkt der Innovation stehen

Die Wahrheit: Nicht-Kundenbasis ist oft die Grundlage für Durchbrüche

Kundenorientierung ist zwar eine Notwendigkeit für Unternehmen, wird aber nur selten in ein Erfolgsrezept für Innovation umgesetzt.

Selbst mit massiven Investitionen in die Innovation schaffen es die wenigsten Unternehmen, die Formel zu knacken, die sie dazu bringen kann, einen Durchbruch in ihrer Geschäftstätigkeit zu erdenken und erfolgreich umzusetzen. Oftmals wird der Umfang der Innovation eingeschränkt, weil sich die Unternehmen ausschließlich darauf konzentrieren, ihren Kundenstamm zu befriedigen.

Umgekehrt kann die Ausrichtung auf benachbarte Märkte und die Konzentration auf disruptive Innovationen für Unternehmen viel lukrativer sein, was die Gewinnmaximierung betrifft.

Nike ist vielleicht das größte Beispiel dafür, dass die Konzentration auf den Nicht-Kundenstamm (der nicht zu ihrem Kerngeschäftsziel gehörte) es dem Unternehmen ermöglichte, schnell zu expandieren und zu einem der führenden Innovatoren der letzten Zeit zu werden.

Das 1971 gegründete Unternehmen wagte zunächst den Einstieg in die Laufschuhherstellung und weitete seine Aktivitäten methodisch und skalierbar aus, um neue Fitnessmärkte zu erschließen. Gegenwärtig ist Nike an mehreren benachbarten Märkten beteiligt, darunter Schuhe und Bekleidung für Skateboardfahren, Golf, Bergsteigen, Basketball und fast jede andere Sportart, und es ist Nike gelungen, neue Kundenkreise (wie junge und stilvolle Sportler) zu gewinnen.

Die meisten Unternehmen können aus diesem Beispiel lernen und kalkulierte Risiken eingehen, um ihre Innovationen auf die Anforderungen von Nicht-Kunden zu konzentrieren.

Innovatoren müssen jedoch auch sicherstellen, dass sie dabei ihre Kernzielkunden nicht aus den Augen verlieren und die Fähigkeiten des Unternehmens nutzen, um einen Vorteil gegenüber einem relativ neuen Marktsegment zu erlangen.